|
|
KUNST VON INNEN | ART BRUT IN AUSTRIA
Kunst aus einer anderen Wirklichkeit, die im Schloss Hartheim als Abschluss einer internationalen Wanderausstellung zu sehen ist, gibt einen Überblick
über die österreichische "Kunst der Außenseiter" aus insgesamt 28 Ateliers und Werkstätten in allen neun Bundesländern.
Als Leo Navratil in den 1960-er Jahren bei einigen seiner Patienten in der Landesnervenklinik Gugging künstlerische Begabungen entdeckte, war es noch nicht
selbstverständlich solche Talente auch zu fördern. Zu sehr war man noch auf "Verwahren" eingestellt. Inzwischen hat sich die Einstellung zu psychisch und geistig
beeinträchtigten Menschen grundsätzlich geändert, man hat gelernt ihre Begabungen nicht nur zu entdecken, sondern auch zu fördern. Was dabei entsteht, kann sich
sehen lassen, denn "Art Brut", oder "Kunst der Außenseiter" spielt eine Rolle in der zeitgenössischen Kunstszene.
Der Umgang mit Menschen mit besonderen Bedürfnissen und besonderen künstlerischen Talenten erfolgt in einigen österreichischen Einrichtungen vorbildhaft.
Dabei geht es um Achtung und Respekt vor der Leistung und dem Können, das die Künstlerinnen und Künstler nicht an Kunstschulen gelernt oder durch
kunsthistorische beziehungsweise zeitgeistige Vergleiche erworben haben, sondern das aus ihrem eigenen Inneren kommt, unverfälschte und autonom.
Einrichtungen wie das Institut Hartheim, das in unmittelbarer Nachbarschaft zu dem von den Nationalsozialisten als Euthanasieanstalt umfunktionierten Schloss
Hartheim situiert ist, beweisen mit ihrer engagierten Arbeit, wie wichtig die künstlerische Begleitung von jenen Menschen ist, die sich sonst im Leben
schwer tun und die tatsächlich "Außenseiter" sind, die aber durch die Kunst einen Weg zur eigenen Wirklichkeit gefunden haben.
Eröffnung der Ausstellung: Mittwoch, 12. Mai 2010 um 17.00 Uhr
Ort: KULTURFORMENHARTHEIM, Schloss Hartheim in 4072 Alkoven
Öffnungszeiten: MO, DI, DO jeweils von 9.00 Uhr bis 14.30 Uhr bis einschließlich 30. September 2010
Zur Ausstellung sprechen:
Prof.in Angelica Bäumer - Kuratorin der Ausstellung
Dir. Dr. Günther Weixlbaumer - Geschäftsführer des Institutes Hartheim
Mag. Wolfgang Kodada - Kunstpädagoge
|
| |
|
|
KULTURFORMENHARTHEIM im Wissensturm in Linz
Kunst am Bau von besonderen Menschen
Schon in der letzten Sommerausgabe unserer Institutszeitung haben wir über das Projekt „Kunst am Bau – der Wissensturm“ berichtet. Damals standen wir am Beginn dieses Projekts und nun naht die Fertigstellung, denn der Wissensturm soll am 14. September 2007 eröffnet werden.
Wer war mit dabei...
Gemeinsam mit der Lebenshilfe Linz, dem Caritasheim St.Pius und dem Diakoniewerk Gallneukirchen wurden die KULTURFORMENHARTHEIM eingeladen, die künstlerische Wandgestaltungen im Wissensturm Linz zu realisieren. Zusätzlich erhielten wir die Aufgabe eine Art Gesamtkonzept zu erstellen und die einzelnen Projekte zu koordinieren und organisieren. Um unserer Funktion als Drehscheibe für Kunst im Kontext mit geistiger Behinderung gerecht zu werden, ging es uns vorwiegend darum, eine Vernetzung der einzelnen Einrichtungen und ihren Bewohnern und Bewohnerinnen zu ermöglichen und dies auch in den realisierten Projekten sichtbar werden zu lassen.
Integrative Workshops
Im ersten Workshop luden wir Künstler und Künstlerinnen nach Hartheim ein, gemeinsam mit BewohnerInnen aller teilnehmenden Einrichtungen Ideen für Wandgestaltungen im Rahmen von Projekttagen zu realisieren. Die Künstlerin Charlotte Wiesmann arbeitete gemeinsam mit 10 KlientInnen mit bunten Drähten an perforierten Metallplatten, unter der Leitung von Sally Duncan wurden industrielle Holzpaletten bemalt, Helmut Pum, der Leiter des Ateliers in Gallneukirchen und selber Künstler realisierte grafische Arbeiten, wobei Schriftzeichen in dünne Schaumstoffplatten geritzt und gezeichnet wurden. Anschließend wurden die Platten mit schwarzer Druckfarbe eingefärbt, so dass die Zeichnungen weiß stehen blieb, so entstand ein scrafitto-artiger Eindruck. Zusammen mit Horst Janisch und Robert F. Hammerstiel wurde ein Literaturworkshop veranstaltet - Worte und Sätze zum Thema „Wissen und Turm“ wurden gesucht und gefunden. Der Satz „OBEN FÄNGT UNTEN AN“ wird nun im obersten Stock des Wissensturms installiert.
Nach Durchführung dieser integrativen Workshops, denen die Idee der Förderung des gemeinsamen Arbeitsprozesses zu Grunde lag, kam das künstlerische Team zu dem Schluss, das es auch wichtig ist, künstlerische Einzelpositionen zu zeigen. Sally Duncan arbeitete mit Roland Altreiter, einem Bewohner der Lebenshilfe Linz zum Thema Anatomie, Kind, Mensch und im Juli wird die Künstlerin Sigrid Kurz eine Woche mit Andrea Obwaller direkt im Wissensturm eine Wand gestalten. Die KULTURFORMENHARTHEIM arbeiten zur Zeit an einem Katalog, der das Gesamtprojekt dokumentiert und bis zum 14. September fertiggestellt wird.
Mag. Kristiane Petersmann
|
|
| |
|
|
|
|
| |
 |
|
| |
 |
|
Ausstellung IDA MALY
[24.11.2005–24.2.2006]
Zu Beginn ihrer künstlerischen Laufbahn lebte Ida Maly in Paris,
Wien und München. Neben finanziellen Sorgen kämpfte die Künstlerin
immer wieder mit psychischen Problemen, die nach der Geburt ihrer unehelichen
Tochter im Jahr 1921 zusehends gravierender wurden. Ihr gesundheitlicher
Zustand verschlech-
terte sich bis 1928 soweit, dass eine Einweisung in die Psychiatrie mit
der Diagnose "Schizophrenie" erfolgte. In der "Landesheil-
und Pflegeanstalt Am Feldhof" in Graz verbrachte Ida Maly die letzten
13 Jahre ihres Lebens, bevor sie als eine der vielen psychisch Kranken
oder Behinderten dem nationalsozial-
istischen Regime zum Opfer fiel und im Schloss Hartheim ermordet wurde.
Die KULTURFORMENHARTHEIM zeigen nun Arbeiten, die in der Anstalt Am Feldhof
entstanden sind; den Schwerpunkt bildet das Spätwerk Ida Malys aus
der Sammlung Arnulf Rainer.
Im Rahmen eines Workshops mit den Künstlern Plank & Poschauko arbeiteten im September 2005 BewohnerInnen aus dem Institut Hartheim grafisch
und malerisch zu Leben und Werk Ida Malys. Zu sehen sind Werke von:
Ludwig Bachner, Heliodor Doblinger, Gabriele Leitner, Andrea Oberwaller,
Aloisia Parzer, Christian Pichler, Helmut Stingeder
Kuratorin: Anna Lehninger
Organisation: Kristiane Petersmann
Ausstellungsgestaltung: Hans Kropshofer |
|
| |
 |
|
|
| |
 |
|
| |
|
|
MODE FÐR KÖPFE |
|
| |
|
|
[21.10. 2005, 16.30] Präsenation |
|
| |


|
|
mit Möglichkeit zur Anprobe
Alexander Dvorak, Aloisia Parzer, Andrea Obwaller, Christian Pichler,
Fritz Manner, Helmut Stingeder, Vroni Baumgartner zeigen Mode für
Köpfe.
Während eines fünftägigen Workshops mit BewohnerInnen des
Institutes Hartheim entstanden Entwürfe und Modelle für Mützen
und andere Formen von Kopfbe-deckungen.
Workshopleitung:Maria Wöss, Mitarbeit: Semra Hanke
in Kooperation mit der Firma Eisbär
Idee und Organisation: Kristiane Petersmann |
|
| |
 |
|
| |
|
|
LKW - PARTY |
|
| |
|
|
[29.10. 2004 ab 15.00] |
|
| |

|
|
Christian Pichler, Renate Grohe und Fritz Manner haben in den letzten
Monaten die Planen von drei LKWs bemalt.
Diese LKWs parken einen Nachmittag lang am Parkplatz vor dem Schloss Hartheim,
dann gehen sie auf Reisen.
Am Freitag den 29. 10. gab es ab 15.00 die Möglichkeit die LKWs zu
besichtigen und kleine Rundfahrten zu machen. Anschließend Buffet
im Schlosscafe.
Idee und Organisation: Kristiane Petersmann
|
|
| |
 |
|
| |
|
|
Helidor DOBLINGER – Josef HOFER |
|
| |
|
|
[4. 3. – 31. 5. 2004] |
|
| |

Helidor Doblinger
Josef Hofer
|
|
Heliodor Doblinger ist Bewohner des Institutes Hartheim,
Josef Hofer lebt und arbeitet in der Lebenshilfe Ried im Innkreis.
Unabhängig voneinander wurde das grafische Werk beider Künstler
bereits im In- und Ausland gezeigt und durch namhafte Ausstellungen und
Preise gewürdigt.
KULTURFORMENHARTHEIM stellt nun erstmals die Arbeiten gemeinsam aus und
setzt sie in Beziehung zueinander. Damit wird ein wesentlicher Beitrag
im Sinne der Vernetzung von Kunst im Kontext mit Behinderung geleistet.
Kuratiert von: Mag. Kristiane, Petersmann, Dr. Elisabeth Telsnig
Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen, der zum Preis von 10.- €
über KULTURFORMENHARTHEIM erhältich ist.
|
|
| |
 |
|
| |
|
|
puzzle |
|
| |
|
|
[4. 3. – 31. 5. 2004] |
|
| |

|
|
Das Projekt entstand gemeinsam mit BewohnerInnen
des Institutes Hartheim.
Die Ausstellung gibt einen Einblick in die Arbeitsweise des Projektes
Körper-Material-Raum. Unter Verwendung einfacher Materialien und
Improvisationstechniken im Innen- und Außenraum werden Ergebnisse
in Form
von Grafiken, Collagen, Fotografien, Video- und Audioelementen als Rauminstallation
präsentiert.
Leitung: Johanna Tatzgern
Co-Leitung: Andrea Beringer, Czesi Pruscha, Elfi Rechberger, Ernst
Tradinik
TeilnehmerInnen: Michael Bruckmaier, Monika Kellner, Gabi Leitner,
Harald Mayr, Andrea Obwaller, Christian Pichler, Adi Spießberger,
Gerald Wintersteiger
|
|
| |
 |
|
| |
|
|
Eröffnung KULTURFORMENHARTHEIM |
|
| |
|
|
[22. 9. 2003] |
|
| |

Atelier Neuhauser Stadl
Theaterwerkstatt |
|
Die erste Präsentation zeigt künstlerische
Beiträge aus dem Institut Hartheim
und der zum Unternehmensverbund zählenden Einrichtung Schön
(Atelier Neuhauser-Stadel, Atelier Wohngruppe Hof, Siebdruckwerkstatt,
Theaterwerkstatt, Medienwerkstatt, StipendiatInnenprojekte).
Die parallel zur Sonderaustellung Wert des Lebens aufgebaute Präsentation
ist
eine Würdigung der Arbeit und ein breit angelegtes offensives Auftreten
in der Öffentlichkeit. |
|
| |
 |
|
| |
|
|
Comikworkshop |
|
| |
|
|
[21. 8. – 27. 8. 2003] |
|
| |

Comikworkshop 
Comikworkshop |
|
mit Rudi Hurzlmeier
Über 6 Tage lang entwerfen BewohnerInnen des Institutes Hartheim
gemeinsam
mit dem Münchner Cartoonisten Rudi Hurzlmeier Figuren, erzählen
Geschichten, schwarz auf weiss.
Zu sehen in dem Comikheft Sorgente Linda/ KULTURFORMENHARTHEIM. |
|
| |
|
|
|
|